Die Sprache der Vögel

Die Magier in dem Roman Die Dämonenkrone machen so ziemlich das, was man von einem Magier heutzutage erwartet: Sie schmeißen ein paar Feuerbälle, hier und da Blitze, überzeugen die Menschen mit ihren Stimmen, von was auch immer sie wollen und sie haben einen Stab.

Ab und zu machen sie aber auch etwas, das nicht sonderlich spektakulär ist, aber mich trotzdem erfreut: Sie sprechen mit Vögeln.

Warum mich das erfreut? Ich bin kein großer Freund der sehr rollen- und videospielartigen Bücherwurm-Zauberer und Akademiker-Magier. Da geht mir zu oft das Mystische verloren und die power fantasy der Nerds scheint durch. Das Sprechen mit Vögeln jedoch atmet etwas urigen, mythischen Odem, geht es doch auf Odin und seinen zwei sprechenden Vögeln, Hugin und Munin, zurück. Wo Magie innerhalb des Fantasy oft zu normal erscheint, gibt es den Magiern etwas Fantastisches zurück. Zwar kann ich nicht sagen, ob der Autor sich wirklich direkt davon hat inspirieren lassen, doch scheint es sehr sicher, dass der gute Gandalf auf ihn basiert. Odin war unter anderem der Gott der Magie und Weisheit, und er wanderte als bärtiger Mann mit breitem Hut und weitem Mantel durch die Länder der Menschen. Gandalf und andere Zauberer Mittelerdes verstanden die Sprache der Vögel und reisten durch die Welt.

Natürlich sollte Sigurd/Siegfried nicht vergessen werden, der, nachdem er versehentlich das Blut des Drachen trank, auch die Vögel verstand. Sie warnten ihn vor dem Verrat des Zwerges Regin.

Die Vögel, genauer die Möwen, in Die Dämonenkrone warnten die kräftige Nordfrau Ihla auch, als sie gezwungen wurde, die Tränke eines Magiers zu trinken. Dann lachten sie sie aus. Ihla mochte die Möwen nicht.